„Der Kasperl und die Kanzlerin“ oder „Der kritische Journalismus schafft sich ab“

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Kinder, seid ihr alle da? Jaaaaaaaa! Was für ein Getue. Ein Youtuber trifft die Kanzlerin zu einem weichgespülten Interview und Deutschland findet sich in den sozialen Medien zusammen, um flächendeckend zu bewerten, ob dieser Florian Mundt, „Künstlername“ LeFloid, seinen Job gut oder schlecht gemacht hat. Sogar der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fühlt sich in der Verantwortung das Gesehene zu hinterfragen und postet auf Facebook „Der Youtube-Star LeFloid hat seine Chance, Angela Merkel kritisch zu hinterfragen, leider vertan. Das Videointerview mit der Kanzlerin war nicht mehr als eine gut inszenierte PR-Show.“ Mit journalistischen Maßstäben versucht der Verband etwas zu bewerten, das man mit journalistischen Maßstäben überhaupt gar nicht bewerten kann. Auch nicht in Zeiten von Facebook und Co., in denen sich sogar Sonderschüler berufen fühlen, plötzlich Blogger zu werden. Weiterlesen